Friedensspirit im Rahmen der Kreiskulturtage

Friedenskultur von Helene Walterskirchen:
Lebendes Friedensband – eine Holzhausener Friedenspremiere

Sie führten die Menschenkette und die ausgerollte Friedens-Banderole an: Günter Först, Bürgermeister der Gemeinde Igling, und Helene Walterskirchen, Leiterin des Friedenskulturzentrums Schloss Rudolfshausen

Holzhausen in der Gemeinde Igling beheimatet nicht nur eine ländliche Kultur, sondern ist auch mit dem Friedenskulturzentrum Schloss Rudolfshausen Zentrum einer beachtlichen regionalen und überregionalen Friedenskultur. Hauptwerk des Friedenskulturengagements unter dem Dach des gemeinnützigen Kultur- und Bildungsvereins Admacum e.V. ist die im Jahr 2010 von Helene Walterskirchen ins Leben gerufene Friedens-Banderole, gedacht als weltumspannendes Volkskunstwerk und Zeitdokument des Friedens.

Im Laufe von sieben Jahren ist das Endlosstoffbanner auf ca. 1,7 km angewachsen und es haben sich mehrere tausend Menschen darauf verewigt – mit ihrem Namen, Friedenssprüchen und vor allen Dingen Friedensmalereien. Das imposante Volkskunstwerk des Friedens, das für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde reif ist, hat die Gründerin und den ersten Bürgermeister der Gemeinde Igling, Günter Först, im Herbst vergangenen Jahres, anlässlich der 5-Jahres-Jubiläumsfeier des Friedenskulturzentrums Schloss Rudolfshausen, inspiriert, die Friedens-Banderole bei nächster Gelegenheit zwischen dem Schloss in Richtung Igling in Form einer Menschenkette zu spannen und so das Endloskunstwerk einmal im Gesamten zu präsentieren. Der Bürgermeister, der auch Kreiskulturrat des Landkreises Landsberg ist, ermöglichte die Einbindung dieses besonderen Events in die Kreiskulturtage, die vom 24.6. bis 9.7.2017 im Landkreis Landsberg mit vielen unterschiedlichen Kulturevents stattfanden.

Ca. 50 Menschen fanden sich am Sonntag, den 25. Juni, am Schloss Rudolfshausen ein, um die Menschenkette für das lebende Friedensband zu bilden, allen voran Schüler, Lehrer und Eltern der Grundschule Igling sowie Leiter, Betreuer und Bewohner des Magnusheims in Holzhausen. Um 15.00 Uhr begann das Event mit Ansprachen von Helene Walterskirchen und Günter Först sowie dem extra für die Friedens-Banderole komponierten Friedenssong „Zeig mir deinen Frieden“, den der Musiker Martin Schlögl präsentierte.

Mit einer bewundernswerten Motivation, viel Improvisation und einer heiteren Sommerlaune, trotz kräftigen Wolken am Himmel, wurde anschließend die Kette gebildet und jedem sein Teil der Friedens-Banderole in die Hände gedrückt. Für diejenigen, die am Anfang standen, hieß es nun Geduld zu üben, denn es dauerte eine Weile, bis alle 50 Personen ihr Stück der Banderole in der Hand hielten. Es ging jedoch nicht viel weiter als bis kurz vor das Ende des Ortsschildes. Was dann fehlte, waren schlichtweg weitere Menschen, um die Kette fortzuführen, denn Friedens-Banderole-Material gab es noch genug, um die Straße nach Igling zu säumen.

So war das lebende Friedensband dieses Mal eine rein Holzhausener Sache, die allgemein viel Aufsehen erregte, denn eine derartige Veranstaltung hatte noch niemand gesehen.

Abschließend entstanden neue Friedensbilder bei der Malaktion im Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen. Vorne am Maltisch: Gemeinderat und Kirchenpfleger Joachim Drechsel, früherer Schulleiter der Regens WagnerSchulen in Holzhausen, rechts Friedens-Banderole Mitarbeiterin Tanja Berg

 

Über die Aktion gibt es zwei Youtube-Videos im Kanal „Die Friedenskolumne mit Helene Walterskirchen“ mit dem Titel „Lebendes Friedensband“: ein Video zeigt die Einführungsrede und das andere die Ausrollaktion.