Lost Technologies of Ancient Egypt von Christopher Dunn

Buchrezension von Alexandra Walterskirchen:
Lost Technologies of Ancient Egypt von Christopher Dunn


Ein Buch, das jeden Ägypten- sowie antike Technologien-Interessierten begeistern wird, da es eine komplett andere Sicht der damaligen Technologien aufzeigt, als dies durch Ägyptologen bisher der Fall war. Leider gibt es das Buch nur in englischer Sprache.

Der Autor, Christopher Dunn, der 1946 in England geboren wurde, ist gelernter Maschinenbauer und Produktionsingenieur mit über 50 Jahren Berufserfahrung. Er arbeitete u.a. für das Unternehmen Danville Metal Stamping, das Treibstoff-Turbinen und Produkte für die Luft- und Raumfahrt produziert, wo er als Laser-Produktionsleiter sowie als Leiter der Personalabteilung tätig war. Er ist somit ein Experte seines Metiers und mit diesen Augen betrachtet er auch die Überbleibsel der altägyptischen Kultur, weshalb er eine andere Sichtweise als die der Ägyptologen und Archäologen hat, welche vom Ingenieurswesen in der Regel keine Ahnung haben.

1998 wurde Christopher Dunn mit dem Buch „The Giza Power Plant: Technologies of Ancient Egypt“ (zu deutsch: „Das Giza Kraftwerk: Technologien des alten Ägyptens“) bekannt, in dem er die sehr interessante Behauptung aufstellt, dass die Pyramiden von Gizeh nicht nur mit Hightech-Präzisionsmaschinen gebaut wurden, sondern auch einen ganz anderen, höheren Zweck besaßen, nämlich den eines Resonanz-Kraftwerks zur Energieversorgung einer ganzen Zivilisation, welches schließlich nach einem internen Betriebsschaden aufgegeben wurde. Die Beweise von Christopher Dunn sind stichhaltig und selbst für Laien im Ingenieurswesen logisch nachvollziehbar. Auch wenn einige Fragen offen bleiben: Für mich ist die Theorie der Pyramiden von Gizeh als Kraftwerk momentan eine der stichhaltigsten und faszinierendsten im Grenzwissenschaftlichen Forschungsbereich, die weiter untersucht werden sollte.

2010 veröffentliche Christopher Dunn sein zweites Buch mit dem Titel „Lost Technologies of Ancient Egypt: Advanced Engineering in the Temples of the Pharaohs“ (zu deutsch: „Verlorene Technologien des alten Ägyptens: Modernes Ingenieurswesen in den Tempeln der Pharaonen“). Darin dokumentiert er die Spuren von Hightech- und Hochleistungs-Präzisionswerkzeugen, die er bei einer näheren Untersuchung von altägyptischen Tempelbauten in Karnak und Lxuor, von Kolossalstatuen u.a. von Ramses II., von riesigen Granitsarkophagen im Serapeum, und anderen steinernen Ruinen und Funden entdeckt hat. Seine Schlussfolgerung als Fachmann: Eine solche Steinbearbeitung wäre heute nur mit computergsteuerten CNC-Fräsern möglich!

Christopher Dunn ist sich bewusst, dass seine Aussage im Widerspruch zur Behauptung der klassischen Ägyptologie steht, die besagt, dass die alten Ägypter allein mit Hammer und Meißel diese Präzisionswerke aus Stein geschaffen haben. Im Gegensatz zu seinem ersten Buch hält er sich jedoch zurück, was Spekulationen darüber angeht, wie die alten Ägypter eine solche Präzisionsarbeit umsetzen konnten und wagt nur im letzten Kapitel einige Andeutungen. Ansonsten richtet er im Buch „Lost Technologies of Ancient Egypt“ sein Augenmerk auf die Beweisführung und umfassende Analyse der High-Tech-Spuren. Dadurch nimmt er sich gezielt aus der Schusslinie der klassischen Lehrmeinung der Ägyptologen, denn er gibt nur seine Forschungsergebnisse und Erkenntnisse als Ingenieur-Fachmann wieder. Und dieses Fachwissen sollte jeden Ägyptologen und Ägypten-Fan anregen, zumindest einmal darüber nachzudenken, wie Präzisionswerke von einer Zivilisation geschaffen worden sein können, die angeblich nicht einmal das Rad kannte.

Christopher Dunn hebt mit seinem Buch die alten Ägypter aus dem Bronzezeitalter mit seinen sehr begrenzten Möglichkeiten, in ein High-Tech-Zeitalter, das uns heute durchaus ebenbürtig ist, heraus. Dies erfordert jedoch, dass wir den egoistischen Alleinanspruch unserer eigenen Hochzivilisation, die sich als Krone der vergangenen kulturellen Entwicklung der gesamten Menschheit ansieht, aufgeben und anerkennen, dass es bereits vor uns Hochkulturen gab, die – auch wenn sie vielleicht über andere technische Methoden und Maschinen verfügt haben – genauso hochentwickelt wie wir heute waren.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Seitenanzahl : 400 mit 16 Farbseiten und 280 Illustrationen
ISBN : 9781591431022
Verlag : Bear & Company
On Sale Date : June 24, 2010
Format : Taschenbuch
Preis: 25,- USD