Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Unternehmer-Kulturportrait von Helene Walterskirchen:
Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Manfred Epp (links) und Sohn Hans Epp mit der Autorin an der Eingangstüre zu Epp’s Hofladen

An einem sonnigen Spätsommertag führte mich mein Weg nach Haldenwang im schönen Allgäu. Es erinnerte mich an meine Kindheit, in der ich oft in den Sommerferien zu meiner Tante in die Nähe von Sonthofen (Allgäu) gefahren bin, wo sie an einer Grundschule (damals Volksschule) als Lehrerin unterrichtete. Mein Ziel an diesem Tag lautete: EM-Technologie Zentrum Süd, Epp’s Hofladen, 87490 Haldenwang, Haldenwangerstr. 11. Bei meiner Ankunft zeigt sich mir eine stattliche, große, mit Holz verkleidete Halle, in der sich das EM-Technologie Zentrum Süd sowie der Epp‘s Hofladen befindet, zusammen mit dem angrenzenden landwirtschaftlichen Biolandhof Epp.

Johann Epp, der sich uns, meinem Mitarbeiter und mir, leger als Hans Epp vorstellte, nahm uns in Empfang. Der 28-Jährige ist 2016 seinem Vater Manfred als Geschäftsführer des EM-Technologie Zentrums Süd nachgefolgt, zudem betreibt er den Biolandhof Epp. Obwohl das Allgäu zu Bayern gehört, haben die Allgäuer doch eine ganz eigene Mentalität, wie ich bereits als Kind bei meinem Onkel, dem Mann meiner besagten Tante feststellen konnte. Es ist nicht nur der Allgäuer Dialekt, sondern die etwas karge und herbe Art in der Ausdrucksweise, hinter der sich Werte wie Bescheidenheit, Familienzusammenhalt, Respekt vor Mutter Erde, der Schöpfung und den Geschöpfen, Fürsorge, Zähigkeit und Ausdauer verbergen, die mit einem kräftigen Schuss Geschäftssinn gewürzt sind.

Sein Vater, Manfred Epp, Jahrgang 1956, ist derjenige, der das EM-Technologie Zentrum Süd, zusammen mit Norbert Weimann, gegründet und zu einem erfolgreichen Epp‘schen Familienbetrieb aufgebaut hat. Schwenken wir zurück in die Zeit Ende der 1990er Jahre – kurz vor der Jahrtausendwende: Manfred Epp kündigt seinen sicheren Job als Postbeamter, den er 30 Jahre lang ausgeführt hat, und macht sich auf die Suche nach einer anderen, sinnerfüllteren Tätigkeit. Geboren und aufgewachsen als Allgäuer Bauernbub schlug sein Herz ohnehin immer für die Erde, die Tiere und die Landwirtschaft, und – wäre es nach ihm gegangen – er wäre Landwirt geworden. Die elterliche Landwirtschaft aber ging an seinen älteren Bruder und Manfred’s Berufsfeld wurde für die nächsten Jahrzehnte die Post.

Im mittleren Alter jedoch drängte es den vierfachen Familienvater danach, umzusatteln, beruflich etwas Neues und Sinnvolleres zu tun – ein Entschluss, der für ziemliche Aufregung in der Familie sorgte. Manfred Epp ließ sich jedoch nicht von seinem Weg abbringen. In dieser Zeit fiel ihm – per Zufall – ein Buch des japanischen Agrarwissenschaftlers Professor Teruo Higa in die Hände mit dem Titel: Eine Revolution zur Rettung der Erde – Mit Effektiven Mikroorganismen (EM) erschienen im OLV Organischer Landbau Verlag, Xanten ISBN 3-922201-35-0.

In dem Buch ging es um die erstaunlichen Erfolge der sogenannten Effektiven Mikroorganismen (EM), die weltweit im Garten und Landbau zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, Stallhygiene usw. verwendet werden, aber ebenso im Haushalt, in der Umwelt und in der Medizin eingesetzt werden. In seinem Buch beschrieb Prof. Higa die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von EM und zeigte zahlreiche Lösungsansätze zur Überwindung vieler Probleme dieser Welt auf.

Das Thema „EM“, das im Jahrtausendwechsel in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte, sprach Manfred Epp sehr an und er sah darin für sich und seine Familie eine neue Zukunft. Zu jener Zeit gab es in Deutschland einen einzigen Mann, Franz Mau, der von Prof. Higa 1996 die Lizenz für EM erworben hatte, und der die Marke EMIKO für seine EM-Produkte gegründet hatte. Mit diesem nahm Manfred Epp Kontakt auf. Franz Mau, der in der Nähe von Bonn lebte, war daran interessiert, dass EM auch in Süddeutschland bekannt und vertrieben werden sollte. Und so startete Manfred Epp im Jahr 2000 mit seiner EM-Mission und seinem EM-Geschäft. „Leider bin ich kläglich gescheitert“, so Manfred Epp, „weil mir etwas ganz Wichtiges fehlte, nämlich eigene Erfahrungen mit EM. Das Wissen, das ich hatte, stammte ja nur aus dem Buch.“

Und so flog Manfred Epp nach Japan und Thailand, um bei Prof. Higa und seinen EM-Versuchsbetrieben zu lernen und sich so die notwendigen praktischen Kenntnisse anzueignen. Manfred Epp: „Der Grundsatz von EM heißt: Gesunde Böden, gesunde Pflanzen, gesunde Tiere, gesunde Menschen. In Thailand habe ich wunderbare große landwirtschaftliche EM-Projekte gesehen, die mich total überzeugt haben. Ich dachte mir: So etwas muss doch auch hier in Bayern, im Allgäu, machbar sein. Mit meinem Basiswissen bin ich dann wieder heimgeflogen und habe meinen zweiten Anlauf gestartet: mit vier landwirtschaftlichen EM-Versuchsbetrieben – zwei von meinen Brüdern und zwei von Freunden -, um zu demonstrieren, wie EM funktioniert und was es Gutes bewirkt.“

Nachdem die „EM-Versuchsbauern“ ein halbes Jahr lang mitgemacht hatten, wollten sie den Versuch abbrechen, da sie nichts Positives feststellen konnten. Manfred Epp: „Sie sagten zu mir: ‚Die Kühe geben nicht mehr Milch. Die Hühner legen nicht mehr Eier.‘ Sie dachten nur an ihren schnellen Profit, wie das eben die Masse der Menschen so denkt. Da habe ich ihnen erklärt, dass der EM-Versuch unbedingt mindestens ein Jahr dauern müsse, weil es erst dann zu Veränderungen im Stoffwechsel kommt. Ich habe ihnen weiter erklärt, dass es bei EM nicht um kurzfristigen Profit geht, sondern um langfristige Gesundheit – Gesundheit für Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen. Meine Versuchsbauern haben dann weitergemacht und danach zeigten sich die ersten Erfolge, z.B. geringere oder gar keine Tierarztkosten, gesündere und ruhigere Tiere, die dem Bauern weniger Sorgen bereiten und folglich natürlich auch weniger Todesfälle bei den Tieren. Meine Versuchsbauern waren so von EM überzeugt, dass sie es heute noch verwenden.“

Manfred Epp berichtete weiter, dass es etwa 10 Jahre gedauert hat, bis das EM-Konzept von den Menschen in der Region Süddeutschland angenommen wurde. Seit ca. sieben Jahren geht es kontinuierlich bergauf in Sachen Erfolg, an dem die Mitglieder der Familie Epp engagiert mitarbeiten.

Heute rufen täglich zahlreiche Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet im EM-Technologie Zentrum Süd an und erbitten Rat und Hilfe bei den verschiedensten gesundheitlichen Problemen. Das geht von Schädlingsbekämpfung in Gärten oder auf Feldern, über Güllebehandlung oder Klauenpflege bei Tieren, weiter über Algen in Teichen oder Schimmelpilzen in Wohnungen bis hin zu Allergien. Das Epp’sche Familienteam hört geduldig zu und gibt kompetente und auf langjährigen Erfahrungen basierende Tipps. Es gibt heute zahlreiche EM-Produkte für (fast) alle Probleme des täglichen Lebens, selbst im Bereich Kosmetik: Zahnpasta, Hautpflege, Haarpflege, Flüssigseife, Gesichtswasser, Duftöle usw. (das Gesamtangebot finden Sie in der Anwendungsbroschüre „Effektive Mikroorganismen“ des Technologie Zentrum Süd).

Was findet Manfred Epp als etwas Herausragendes bei den EM-Produkten? „Es gibt heutzutage gefährliche Schädlingsbekämpfungsmittel, die auf den Äckern oder in den Gärten verwendet werden, auf denen ‚gesundheitlich unbedenklich‘ steht. Und das glauben dann auch oft die Leute. Ich aber ich halte ihnen entgegen: ‚Was würde wohl mit mir passieren, wenn ich solche Mittel trinke‘? Unsere EM-Produkte hingegen kann ich unbedenklich trinken und es passiert mir gar nichts. Im Gegenteil.“


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