Palatina-Reis: Grundnahrungsmittel und Geschmacksgrundlage

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen:
Palatina-Reis: Grundnahrungsmittel und Geschmacksgrundlage

Ein Lieblingsgericht der Autorin: Reis-Paprika-Pfanne mit Tamarisauce

Für die einen ist Reis eine schmackhafte Komponente in der Ernährung, für die anderen ist Reis der tägliche Garant für das, was man sattwerden nennt. Die einen können sich eine vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung leisten, die anderen haben gerade genug zum Überleben. Sieben Milliarden Menschen auf der Welt, die täglich Hunger haben und essen müssen, erfordert von den Bauern und landwirtschaftlichen Großbetrieben dieser Welt einen immer intensiveren Anbau der Grundnahrungsmittel, der oft nur mit chemischen Düngemitteln, Pestiziden und Herbiziden sowie dem Einsatz von genmanipuliertem Saatgut möglich ist.

Die Weltproduktion zwischen 1960 (ca. 3 Milliarden Weltbevölkerung) und 1990 (ca. 5 Milliarden Weltbevölkerung) hat sich beim Reis verdoppelt. Reis ist heute eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Welt: für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stellt er das Hauptnahrungsmittel dar. 90 Prozent der Weltreisproduktion wird in Asien angebaut. In Asien verzehrt ein Einwohner etwa 150 kg Reis im Jahr, in Deutschland dagegen nur ca. fünf Kilogramm. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass Deutschland als Kartoffelland gilt, ein weiteres wichtiges Grundnahrungsmittel dieser Welt.
Wir kennen Reis als Nahrungsmittel, jedoch hat Reis auch noch andere Bedeutungen im Sinne von Brauchtum, insbesondere bei Hochzeiten: Wenn zwei heiraten, stellt sich die Hochzeitsgesellschaft vor dem Standesamt oder der Kirche im Spalier auf und empfängt das Brautpaar mit einem Regen aus Reis. Welche Bedeutung hat dieser Brauch? Dem Reis kommt in asiatischen Ländern traditionell eine ganz besondere Bedeutung zu: Er steht für Glück und Fruchtbarkeit. Wenn die Hochzeitsgäste das Brautpaar mit Reis bewerfen, soll ihnen das eine fruchtbare Ehe, sprich eine reiche Kinderschar, bescheren.

Reis gilt in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft weniger als Mittel, um unseren täglichen Hunger zu stillen, sondern viel mehr als abwechslungsreiche Beilage zu verschiedenen Gerichten. Mit den vielen Zuwanderern aus den verschiedensten Ländern, von Italien über Spanien, von der Türkei über den asiatischen Raum, kamen seit den 60er und 70er Jahren auch deren Küchen zu uns und erweiterten unser Speisensortiment. So ist es in der asiatischen Küche unabdingbar, Reis zu den Gerichten zu servieren. Dies führte dazu, dass sich Kartoffeln oder Knödeln als Beilage um das Grundnahrungsmittel Reis erweiterten.

Es gibt unzählige Reissorten – man sagt 6.000 -, jedoch verwenden die meisten in unseren Breiten nur wenige Sorten, z.B. den Milchreis, den Langkornreis, den Risotto und den Basmati-Reis. Ob man lieber weißen oder braunen Reis in der Küche verwendet, ist ebenfalls Geschmackssache. Angeblich soll der braune Reis gesünder sein, dagegen jedoch schwerer verdaulich – und sehr eigenwillig im Geschmack, das jedenfalls behaupten Reiskenner.

In meiner Kindheit kam bei uns zu Hause Reis nur zu ganz bestimmten Gerichten auf den Tisch. Diese waren unter anderem: Ungarisches Gulasch, gefüllte Paprikaschoten, Hühnerfrikassee, Milchreis mit Rosinen und Zimt und Zucker oder Reisauflauf mit gedünsteten Äpfeln. Warum es genau diese Gerichte waren, zu denen meine Mutter Reis verwendete, blieb mir verborgen. Ich übernahm jedoch später diese Tradition, denn zu den besagten Gerichten konnte ich mir kein anderes Grundnahrungsmittel vorstellen.

Vor nicht allzu langer Zeit bin ich dieser Sache auf den Grund gegangen und habe mich mit der Frage auseinandergesetzt, warum Reis ganz besonders zu bestimmten Gerichten und im Gegensatz dazu zu anderen nicht so gut passt. Dabei ist mir folgendes klar geworden:

Kartoffeln haben einen bestimmten kartoffeligen Geschmack, der teilweise recht intensiv und aromatisch sein kann. Gleiches gilt für Knödel, egal ob Semmel- oder Kartoffelknödel. Im Verbund mit bestimmten Nahrungsmitteln kann dies den Eigengeschmack dieser Nahrungsmittel beeinträchtigen, schmälern oder sogar verfälschen.

Reis dagegen hat zumeist einen sehr feinen, dezenten, fast neutralen Geschmack. Im Verbund mit anderen Nahrungsmitteln gewährt er diesen sehr viel Raum für ihre Geschmacksentfaltung. Reis drängt sich nicht – wie dies bei der Kartoffel zumeist der Fall ist – auf, sondern bleibt dezent im Hintergrund. Ja mehr noch: er verstärkt durch seine Feinheit die starken oder aromatischen Gerüche anderer Speisen. Paprika wird noch mehr zu Paprika, Tomate noch mehr zu Tomate, Zimt und Zucker oder Vanille werden zu einem intensiven, exotischen Geschmackserlebnis.

Ich habe dies auch bewusst getestet, z.B. Paprikaschoten nicht mit Reis gefüllt, sondern mit Kartoffelstampf, und so erkannt, wie anders – oder weniger gut – die Paprikaschoten mit Kartoffelstampf schmeckten. Mir kam es vor, als rivalisiere die Kartoffel mit der Paprika um die Vormachtstellung in Sachen Geschmack. Ganz anders die mit Reis gefüllten Paprikaschoten: der Reis hielt sich dezent im Hintergrund und ließ so der starken Geschmacksentfaltung der Paprikaschote viel Raum. Ja, mehr noch, beide bildeten ein harmonisches Duo, das beim Essen die Nahrhaftigkeit des Grundnahrungsmittels mit dem Aroma des Gemüses zu dem machte, was man ein echtes Genusserlebnis nennt.

Reis ist nicht nur ein feines und dezentes Grundnahrungsmittel, sondern auch ein leichtes. Nach einem Mittag- oder Abendessen mit Reis fühlt man sich nicht so schwer wie mit Kartoffeln. Dies tut auch der Verdauung wohler.

Ich kaufe Reis übrigens nur im Bio-Laden und in Bio-Qualität. Sehr gerne verwende ich die Marke „palatina – Mühle der Pfalz“, die Teil der Firma Transimpex aus Lambsheim in der Pfalz ist. Diese hat sich auf Reis und Hülsenfrüchte spezialisiert und bietet sie auch in Großgebinden zum Verkauf an, was für uns wichtig ist, da wir Reis nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Backen verwenden, so dass wir größere Mengen benötigen. Reis ist übrigens von Natur aus glutenfrei, was bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit von Vorteil ist. Mit ein wenig Übung und Geschick lässt sich aus gemahlenem Reis ein schmackhaftes Reisbrot oder ein leckerer Reiskuchen backen.

Transimpex bietet verschiedenste Reissorten an, sowohl bio als auch konventionell, ebenso Reismehl, Reisgries und Reiskleie.

Das Bio-Reissortiment wird seit 2007 unter ihrer Marke „palatina – Mühle der Pfalz“ verkauft. Dazu zählen klassische Reissorten wie Bio Langkorn Naturreis, Basmati Reis, Thai Duft Reis, Milchreis, Risottoreis oder Parboiled Reis. Zum Backen verwenden wir am liebsten den braunen Bio Langkorn Naturreis, da er noch viele Mineralien und Nährstoffe enthält, zum Essen dagegen verwenden wir lieber den weißen Bio Spitzen Langkornreis, da dieser leichter verdaulich ist.

Die beiden Sorten Bio Langkorn Naturreis und Bio Langkorn Spitzenreis kommen, wie die Firma auf ihrer Website berichtet, aus einem Projekt in Thailand. Dabei werden die Bauern beim Reisanbau finanziell unterstützt, um die Umwelt nachhaltig zu schützen und sozial zu verbessern. „Die ärmsten Regionen werden durch unser landwirtschaftliches Knowhow unterstützt um (finanzielle) Sicherheit für die Bauern zu gewährleisten und höhere Erträge zu erzielen“, so die Firma. Den Bauern und allen Mitarbeitern wird kostenloses Essen zur Verfügung gestellt. Des Weiteren darf jeder Mitarbeiter monatlich 5 kg Roh-Reis mit nach Hause nehmen. Kinderarbeit wird nicht unterstützt und alle Mitarbeiter unterliegen einem medizinischen Schutz.

All das sind Punkte, die für uns maßgeblich dafür waren und sind, unseren Reis bei „palatina – Mühle von der Pfalz“ zu kaufen, denn auch uns liegen Nachhaltigkeit, Fairness und Umweltschutz am Herzen.

Reisfeld in Thailand (Fotoquelle: palatina – Mühle der Pfalz/Transimpex)

Sie können den Bio-palatina-Reis im Lebensmittel-Einzelhandel kaufen oder direkt bei Transimpex:

Transimpex Warenhandelsgesellschaft mbH – Die Experten für Reis und Hülsenfrüchte
Neustadter Straße 1a
67245 Lambsheim
Telefon +49 (0) 6233 35 60-0
Fax +49 (0) 6233 35 60-53
E-Mail info@transimpex.de
www.transimpex.de