Stilvolle Tischkulturgeschichten mit Villeroy & Boch

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen:
Stilvolle Tischkulturgeschichten mit Villeroy & Boch

Mittägliches Lunch im Speisezimmer von Schloss Rudolfshausen mit dem Wildrose-Service

Es ist immer wieder faszinierend, welche Geschichten das Leben schreibt und wie sich zwei völlig fremde Dinge miteinander kreuzen und einen gemeinsamen Weg bilden.

Die Geschichte, die ich hier in Kurzform beschreiben möchte, nahm in den 1960er Jahren ihren Lauf. Mutter Natur hatte mir einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik, Schönheit, Eleganz und Harmonie mit in die Wiege gelegt. Dies bezog sich auch auf das, was man stilvolle Tischkultur nennt. Damit stand ich in krassem Gegensatz zu meiner Mutter, die sich in grobem Steingutgeschirr, Töpfen auf dem Tisch, Plastiktischdecken usw. wohlfühlte. Bereits als Kind, später dann als Jugendliche, kam es zwischen ihr und mir deswegen zu so manch heftigen Auseinandersetzungen, in denen ich darauf bestand, dass ein gewisses Maß an Tischkultur zu herrschen hatte. Um des lieben Friedens willen gab sie meistens nach und ließ mir freie Wahl beim Decken des Tisches und der Wahl des Geschirrs.

Meinen Sinn für Ästhetik konnte ich jedoch erst dann nach und nach so richtig ausleben, als ich verheiratet war, jedoch fehlte mir in den anfänglichen Ehejahren schlichtweg das Budget für meine extravaganten Wünsche. Dies änderte sich Anfang der 80er Jahre. Plötzlich verfügte ich über die entsprechenden Finanzen, um meine Träume zu realisieren. Dazu zählte auch ein schönes, edles und stilvolles Kaffee- und Ess-Service. Ich besuchte ein exklusives Haushaltswarengeschäft in München und ließ mich beraten und inspirieren. Die Firma, die mich ansprach, war das Keramik-Traditionsunternehmen Villeroy & Boch, das schon damals eine Premium-Lifestyle-Marke war.

Was genau dabei passierte, ist mit Worten schwer zu beschreiben, da es auf einer höheren Ebene ablief. Mein ausgeprägter Sinn für Ästhetik und stilvolle Tischkultur war wie eine Stimmgabel, die von etwas in Schwingung gesetzt wurde, das ich heute als „Villeroy & Boch-Tischkultur-Ästhetik“ bezeichnen möchte. Das Design des Geschirrs, die Farbkompositionen, die in allem sich ausdrückende Eleganz von ländlich bis hin zu klassisch, ließen einem Tischkultur-Freak wie mir viele Möglichkeiten in der Kreativität der Tischgestaltung. Was gibt es Schöneres als einen liebevoll und stilvoll gedeckten Kaffeetisch oder Esstisch, der in sich harmonisch und wie aus einem Guss ist, der dem, der ihn deckt, viel Raum lässt und Inspiration gibt, sich immer wieder in veränderter Form zu präsentieren.

Das alles fand ich mit meinem ersten Villeroy & Boch-Geschirr der Marke „Basket“ Anfang der 80er Jahre und es zieht sich durch mein Leben hindurch bis zum heutigen Tag. Leider ist mein Basket-Service heute nicht mehr komplett, da es durch meine Scheidung in zwei Teile aufgeteilt wurde: ich behielt das Kaffeegeschirr. Danach legte ich mir das Wildrose Geschirr von Villeroy & Boch zu, das seitdem unser tägliches Essgeschirr ist. Auch wenn ich das Wildrose Geschirr gerne mag, mein Lieblingsgeschirr war immer das Basket, da es mich als anglophilen Menschen, der oft in England weilte, stets an den englischen Countryside Stil erinnerte.

Und last not least, eine kleine Episode, die sich in die ganze Geschichte einfügt: Die Frau, die das Basket designed hat, war Helen von Boch (1938-2007), die im Unternehmen Villeroy & Boch eine bekannte Keramik-Designerin war. Zwei Helenen, zwei Kreativ-Menschen, zwei Tischkultur-Menschen, die nonverbal, sozusagen „porzellanverbal“ miteinander kommunizierten. Das nennt man „Magie der Tischkultur bzw. Porzellankultur“: Der Keramikkünstler bzw. die -Künstlerin tritt über das von ihm/ihr kreierte Porzellan-Design mit dem potentiellen Käufer bzw. der Käuferin in Kontakt. Das ist wahrhafte Keramikkunst, eine Kunst, die sich das Unternehmen Villeroy & Boch über Jahrhunderte bewahrt hat. Denn unbemaltes Porzellan an sich ist nur anonymes Porzellan, selbst wenn es die beste Qualität besitzt. Erst der Keramik-Künstler bzw. die –Künstlerin gibt dem Porzellan mit seinem/ihrem Design eine individuelle Note. Diese Note wirkt auf den potentiellen Käufer bzw. die Käuferin, erzeugt in ihm bzw. ihr eine oder keine Resonanz. Helen von Boch hat mich mit ihrem Design Basket in Schwingung gesetzt. Tischkultur ist somit nicht nur eine praktische Sache, d.h., dass man damit essen kann, sondern auch eine künstlerische Sache, die nicht nur den Magen füllt, sondern auch das Bedürfnis jedes kultivierten Menschen nach dem Genuss von Kunst und Ästhetik.

Ziert seit mehr als 35 Jahren meinen Kaffeetisch, früher in München, heute in Schloss Rudolfshausen

Villeroy & Boch AG
Saaruferstraße
D-66693 Mettlach
Telefon +49 (0) 68 64 / 8 10
E-Mail information@villeroy-boch.com
www.villeroy-boch.com