Wilder Tualang Honig – Heilkraft aus dem Regenwald

von Alexandra Walterskirchen
Wilder Tualang Honig – Heilkraft aus dem Regenwald

Die Autorin beim Honig-Snack mit Tualang in der Schlossküche

Kennen Sie Tualang Honig? Vermutlich nein, denn ihn bekommt man derzeit noch nicht bei im Handel, sondern kann ihn nur über kleine Genossenschaften direkt in Südostasien bestellen.

Der Tualang Honig stammt aus dem Regenwald in Südostasien, der über 100 Millionen Jahre alt ist und noch weitgehend unberührt von Umweltzerstörungen ist. Der Tualang Baum, Asiens größter Baum, wird bis zu 76 Meter hoch, und wächst in Malaysia, Sumatra, Borneo und Indonesien. Er ist der „Lebensraum“ der größten Honigbienen der Welt, den bis zu 3 cm großen Riesenhonigbienen „Apis Dorsata“, die ihre offenen Bienenstöcke bzw. Waben an die Äste und Stämme der Bäume bauen. Deswegen wird der Tualang-Baum auch „Bienenbaum“ genannt.

Die Riesenhonigbiene ist vergleich mit einem „Zugvogel“. Die Bienenvölker wandern über Monate durch den Regenwald – wo sie sich dabei genau aufhalten, ist unbekannt -, kehren jedoch nach einiger Zeit zielsicher zu ihren „Brutbäumen“ bzw. Ursprungsbäumen zurück. Dort legen sie ihre Wabennester offen an und nicht wie unsere heimischen Honigbienen geschützt in Baumhöhlen oder Bienenkästen. Die Waben der Riesenhonigbiene können bis zu zwei Meter lang werden. Schutz vor äußeren Einflüssen bietet ausschließlich ein Vorhang aus lebenden Bienen in fünf bis sieben Schichten. An einem Baum können sieben bis 200 Bienenvölker leben.

Der Honig der Riesenhonigbienen wird als Tualang Honig bezeichnet. Er ist absolut natürlich, biologisch, ohne Pestizide oder Zuckerzusätze, da die Bienen wild leben und fern von den landwirtschaftlichen Kulturflächen der Menschen Nektar sammeln. Die Farbe des Honigs ist dunkelbraun bis schwarz und sehr aromatisch, gänzlich anders als Honig von gezüchteten Bienen. Der Honig ist unbehandelt und ohne Konservierungsstoffe. Er kristallisiert in der Regel recht schnell.

Wissenschaftliche Studien haben festgestellt, dass der Tualang Honig einen wesentlich höheren Prozentsatz von MGO enthält als der wesentlich bekanntere Manuka-Honig.

Manuka-Honig aus Neuseeland wird seit Jahrhunderten von den Eingeborenen als Naturheilmittel verwendet und erfreut sich seit einigen Jahren auch in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit. Manuka-Honig ist, anders als „normaler“ Honig, antibakteriell, was auf das Zuckerabbauprodukt Methylgloxal (MGO) zurückzuführen ist, das in der Honigwabe durch Dehydration des Nektar der Blüten des Manukastrauches durch die Bienen entsteht. Die TU Dresden konnte in Studien nachweisen, dass MGO in Manuka-Honig besonders bakterizide Eigenschaften gegen Escheria Coli, Staphylococcus aureus und andere Erreger aufweist. Manuka-Honig wird als Heilmittel für verschiedene Krankheiten verwendet, u.a. Hautkrankheiten, Zahnpflege, Erkältungen, Halsschmerzen, Magen- und Darm-Probleme, usw.

2011 hat eine wissenschaftliche Gruppe aus Malaysia im Rahmen einer Forschung den Tualang Honig und seine Wirkung auf Krebs untersucht. Sie stellten fest, dass Tualang-Honig die Zellen von Brustkrebs- und Gebärmutterhalskrebs-Arten innerhalb von 72 Stunden bei geringer Konzentration bis zu 100% zerstört und damit eindeutig die Metastasenbildung bremst! Die Krebszellen sterben ab und DNA-Schäden werden behoben. Durch die antioxidative Wirkung der Polyphenole hilft der Tualang-Honig zudem dem Körper sogenannte ROS-Moleküle (reaktive Sauerstoffspezies) auf normalem Niveau zu halten, wodurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gering gehalten wird. Auch wirkt Tualang-Honig Plaque reduzierend und Karieshemmend für die Zähne. Tualang-Honig ist außerdem wesentlich wirksamer als Manuka-Honig gegen Bakterien bei Verbrennungswunden. All das sind Gründe, die für die Verwendung des „schwarzen Goldes“ – so wird der Tualang Honig nämlich auch genannt – aus dem Regenwald sprechen!

Tualang-Baum mit Tualang-Honigbienen

Seit Generationen wird der Tualang-Honig in Asien von so genannten „Honey-Hunters“ geerntet. Diese Tradition ist sehr alt und geht weit in der Geschichte der Menschheit zurück. Es gibt Familien, die seit vielen Generationen „Honey-Hunters“ sind, und sowohl die Tualang-Bäume als auch die Riesenhonigbienen respektvoll behandeln und mit den Bienen in einer Symbiose leben. Sie nehmen nur so viel Waben bzw. Honig dass die Bienen problemlos weiterleben können und keinen Schaden nehmen. Auch wird traditionell kein Metallobjekt zur Ernte des Honigs verwendet, sondern nur Objekte wie Bambus, Lianenranken, Knochen oder Holz, um das Energiefeld der Bienen nicht zu verletzen.

Die „Ernte“ des Honigs ist nicht ungefährlich, denn abgesehen davon, dass die Riesenhonigbienen auch stechen können, müssen die „Honey-Hunters“ in schwindelerregende Höhe ohne Absicherung klettern und dort vorsichtig die Waben abschneiden. Die Waben werden in Plastikeimer gelegt und über ein Seil zu Boden gelassen.

Die Erntesaison des Tualang-Honigs in Malaysia dauert zwei bis drei Monate. Eine „Honey-Hunter-Familie“ erntet in der Regel von fünf bis sieben Bäumen mit verschiedenen Bienenvölkern, die seit Generationen unter der Aufsicht ihrer Familie sind. Aufgrund des strengen Schutzes der Bienen dürfen auch nicht mehr Bäume und Bienenvölker beerntet werden. Jeder „Honey-Hunter“ hat eine staatliche Lizenz. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Bienen ist selbstverständlich, sind doch die Bienen die Lebensgrundlage eines ganzen Clans. In einer Saison können 10-12 Container Honig mit je 18l geerntet werden. Die entspricht 4300 bis 6400 Euro pro Saison Gewinn. Damit kann eine Familie kann von dem Verkauf des geernteten Tualang-Honigs ca. ein halbes Jahr leben. Vor 10 Jahren war noch die doppelte bis dreifache Honig-Ernte möglich.

Ein „Honey-Hunter“ bei der Honigernte auf einem Tualang-Baum

Die Riesenhonigbienen sind heute leider durch die rücksichtslose Abholzung des Regenwaldes und besonders ihrer „Lebens-Bäume“ bzw. Tualang-Bäume bedroht, die von Holzfällern illegal geschlagen werden. Ein Tualang-Stamm hat einen Wert von 1200,- Euro, was für malaysische Verhältnisse sehr viel Geld ist. Es wird jedoch übersehen, dass, wenn der Baum einmal gefällt ist, keine weitere Einnahme möglich ist, wohingegen mit dem Honig der Bienen fortwährend Geld verdient werden kann. Obwohl das Fällen der Bäume verboten ist und mit einer hohen Geldstrafe verbunden ist, halten sich die Holzfirmen nicht daran und die Regierung ist machtlos oder selbst in korrupte Geschäfte verstrickt. Dies hat zu einem bedenklichen Rückgang der Riesenhonigbiene in Malaysia geführt. Gab es 1970 noch bis zu 100 Bienenvölker an einem Baum, sind es heute meist nur noch um die 20 Völker, die von Jahr zu Jahr weniger werden.

Fassen wir zusammen: Wenn nichts getan wird, wird der malaysische Regenwald in einigen Jahrzehnten verschwunden sein und mit ihm die wilde Riesenhonigbiene Apis dorsata, die einen der heilsamsten Medizinal-Honige produziert, den es auf der Welt gibt. Ein Glas Honig ist eine Kostbarkeit und ein Löffel pro Tag ein Energy-Boost für das Immunsystem bzw. ein Heilmittel für den kranken Körper, das seinen Preis, der im Rahmen des Manuka-Honigs liegt, gerechtfertigt.

Durch den Kauf von Tualang-Honig unterstützen wir nicht nur die traditionellen „Honey-Hunters“ in Malaysia, sondern auch den Schutz des Regenwaldes und seiner gigantischen Tualang-Bäume, deren Wächter die „Honey-Hunters“ sind. Alles zusammen ist ein Kreislauf, der ineinander übergeht. Menschen und Bienen leben seit Jahrtausenden zusammen und dienen einander. So ist es unsere Aufgabe auch dafür zu sorgen, dass der Lebensraum der Bienen erhalten bleibt.

Wilden, einzigartigen, heilsamen Tualang-Honig können Sie direkt bei Amalina und ihrer Schwester Nirwana in Malaysia in ihrem Webshop bestellen.

East Honey & Herb
www.medicinaltualang.com

Zur Information: Der Versand nach Deutschland dauert 3 bis 6 Wochen. Wir können aus Erfahrung sagen, dass der Honig immer ankommt; man muss nur mit dem Zoll ein wenig Geduld haben.

Wichtig: Zu beachten ist, dass aufgrund zollrechtlicher Bestimmungen eine Einfuhr von Honig aus bestimmten Drittländern nur bis maximal 2 Kg erlaubt ist. Sprechen Sie im Zweifel mit der zuständingen Zollstelle Ihrer Region!